Chrome, Edge und Firefox auf Desktops von AI-Funktionen und ähnlichen Nervereien befreien. Simples Skript, schnell ausgeführt, I like.
Hidden Potential – Die Wissenschaft des Erfolgs
Mhjoa, ich denke so langsam reicht es bei mir dann auch mit Büchern zur (Selbst-)Optimierung. Der Schreibstil ist gut, ja, man merkt auf jeden Fall, dass Grant das Anliegen wirklich wichtig ist, die Stories sind weiterhin interessant, auch ja, und ich erkenne mich auch in einigen Problemen bzw. Lösungen wieder, nochmal ja, bei Hidden Potential geht es aber eher um äußere, gesellschaftliche Einflüsse auf die ich als Einzelner nur sehr bedingt Einfluss habe oder sie gar ändern könnte. Und am Ende weiß ich gar nicht so recht, ob ich jetzt motiviert oder ernüchtert bin. Drei von fünf Rohdiamanten.
Kaltes Krematorium: Bericht aus dem Land namens Auschwitz
Der Journalist und Dichter József Debreczeni wurde 1944 als Jude nach Auschwitz deportiert, machte Station in den Außenlagern Falkenberg, Schloss Fürstenstein und Dörnhau, wo er 1945 von der Roten Armee befreit wurde. Schon kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs schreibt er schonungslos über das Erlebte. Zunächst wenig beachtet wurde es wohl erst im letzten Jahrzehnt sozusagen wiederentdeckt und ins Englische übersetzt. Und jeder sollte es gelesen haben. Wehret den Anfängen.
Vera Wong's Unsolicited Advice for Murderers
In Vera Wongs weltberühmten Teehaus liegt eines Morgens ein toter Mann auf dem Boden. Die Polizei will nicht so richtig ermitteln, also muss Vera das ganze natürlich selbst in die Hand nehmen.
Bei Storygraph ist das vermutlich meistbenutzte Adjektiv, um Vera Wong's Unsolicited Advice for Murderes zu beschreiben cozy, und das trifft es ziemlich gut.Der Krimi selbst ist einfach gestrickt, die Auflösung subjektiv etwas übers Knie gebrochen, aber da es sowieso viel mehr um die zwischenmenschlichen Beziehungen geht ist das komplett vernachlässigbar. Die potentiellen Täter sind für mich dabei etwas... forciert? Blass? Ich kann mich nicht so recht entscheiden: obwohl wichtig für die Handlung fühlen sich sie sich für mich ein bisschen wie Statisten an. Aber auch hier: macht nix, dann über allem steht Vera Wong, bei der man schon nach den ersten Seiten ziemlich genau weiß, wie bei ihr der Hase läuft, und die man einfach ins Herz schließen muss.
Leichter Krimi mit liebenswerten Charakteren - cozy eben. Werd mir den zweiten Teil safe auch noch geben. Dreieinhalb von fünf Teesorten.
Komoot: Wie Kapital die Community in die Irre führt
Als Komoot Anfang 2025 an BendingSpoons verkauft war ja gleich klar, dass das weder für die Angestellten noch für die Nutzer ein gutes Zeichen sein wird. Als Bestandskunde bekomme ich außer den lästigen "Premiumangebot"-Popups noch nicht mit, als neuer User ist ein Abo wohl schon umumgänglich und ich frage mich, wann es bei alten Accounts wie meinem soweit sein wird. Und wo es die Mehrheit dann hinziehen wird.
Dass visuelle Update mag ja nötig gewesen sein, finds trotzdem scheisse. Aber das nur am Rande.
"denkt doch mal an die kinder"
This. Die Politik (oder Erwachsene generell) denken immer nur dann ans Kinderwohl, wenn es ihnen nicht weh tut. Passend dazu auch El Hotzo gestern:
"Wehrpflicht schadet nicht, man kann schon mal was für die Allgemeinheit tun" - junge du willst für die Allgemeinheit nicht mal 30 in der Innenstadt fahren, halt die Schnauze
Notizen #8
Also ich habe hier ja diese Beats Fit Pro Ohrhörer, und die haben ja einen Apple H1 Chip, der natürlich schnieke ist wenns um schnelle Verbinden mit anderen Apple-Geräten geht, aber mir ist ja schon innerhalb vom Apfeluniversum aufgefallen, dass die Soundqualität über das Macbook deutlich besser ist als über das iPhone, und ich mir das nicht richtig erklären kann. Auf beiden Geräten läuft Spotify, beide Geräte haben die gleichen Einstellungen und wir reden hier ja immerhin von einem rein digitalen Audiotransfer. Und trotzdem ist der Sound auf dem Macbook deutlich kräftiger und räumlicher.
Und dann legt das alte Thinkpad T480s da nochmal eine ganze Schippe drauf, obwohl die Verbindung da ja nur Bluetooth ist. Aha, so klingen die Dinger also in richtig gut! Ich verstehs nicht.
Daisy Jones & The Six
Ja, ich lese noch! Dieses Mal die Story von Daisy Jones & The Six, die in den 70ern mehr oder weniger über Nacht berühmt werden und mit allem, was damit einhergeht, zu kämpfen haben. Was natürlich weit über das musikalische hinaus geht.
Dass es dazu mittlerweile eine Serie gibt wusste ich nicht, dass das Buch in Form von Interviews mit den Protagonisten erzählt wird auch nicht. So ist die Story zwar schön und traurig und witzig und herzzereissend und ganz zum Ende hin auch überraschend, für mich dann aber ähnlich distanziert wie die Interviews, die etwa 40 Jahre später geführt werden. Gefühlt bin ich nicht dabei sonder höre mit ausreichendem Abstand eine Nacherzählung, was für mich dann leider nicht so gut funktioniert hat. Drei von fünf (sehr subjektiven!) Songwritern.
Lenovo Thinkpad T480s
Nachdem ich hin und wieder mal darüber nachgedacht, die Entscheidung aber immer wieder verworfen hatte habe ich, nur einen Tag nachdem ich ein Macbook Air M4 in den Warenkorb legte, bei eBay noch ein altes Lenovo Thinkpad geschossen. Das war vor... drei Wochen? Weil warum nicht. Ab und zu braucht man ja doch mal einen richtigen Windows-Rechner, mit Linux wollte ich mich auch mal wieder ein wenig beschäftigen, hin und wieder ein älteres Game für zwischendurch... Also ein bisschen über 200 Euro hingelegt für ein T480s mit i7-8650U, 16 Gigabyte RAM, 256 Gigabyte SSD sowie Full HD Display ohne Touch. Der Plan war eigentlich die erwartbar langsamere SSD direkt durch ein schnelles Modul mit 1 Terabyte zu ersetzen, aber bei den aktuellen Preisen ist das natürlich völliger Quatsch. Immerhin, für den Preis vom gesamten Thinkpad würde ich aktuell nicht mal den verbauten Arbeitsspeicher kriegen.

Klar merkt man dem Notebook sein Alter an: das Display ist nicht besonders leuchtstark, die Lautsprecher sind einem Business-Notebook entsprechend schrottig und alles ist nicht ganz so instant wie von meinem Macbook gewohnt. Aber für ein Gerät von 2018 und für den Preis fühlt es sich nach wie vor erstaunlich gut an!
Das vorinstallierte Windows 11 habe ich vielleicht fünfzehn Minuten benutzt. Was für eine Seuche. An jeder Stelle will Microsoft mir Copilot reinrammen, der Online-Kontozwang, die visuellen Altlasten... warum will man sich das antun?
Stattdessen wie so ein richtiger Nerd gleich Linux installiert und dann gleich voll ins kalte Wasser gesprungen: CachyOS! Tiling Window Manager! Darin noch eine weitere Shell! Config-Files im Terminal! Hätte alles nicht sein müssen, ja, es gibt ja mittlerweile wirklich gute Distributionen wenn man sein Linux einfach nur benutzen will ohne sich mit den Innerein zu beschäftigen: Linux Mint, Zorin OS, Ubuntu... Und ich bin ja auch noch am lernen, vor allem das programmieren in Neovim bereitet mir noch Kopfschmerzen, bis ich da so produktiv bin wie am Mac wird es wohl noch ein Weilchen dauern. Aber gerade macht es auch Spaß, etwas Neues auszuprobieren.
Für manche Arbeitsschritte brauche ich vermutlich noch Workarounds weil es keine App für Linux gibt. Aber insgesamt fühlt sich alles ausgesprochen flüssig an, ich kann problemlos damit arbeiten und bin doch ganz froh, mir die Kohle für eine neue SSD gespart zu haben. Niri hätte ich auch echt gerne für macOS, Noctalia als Shell hat mir viel Gefrickel erspart, und ich schreibe das hier gerade nachdem ich realisiert habe, dass ich das Thinkpad gerade nicht nur ausprobiere sondern einfach benutze. Und es sich dabei nicht wie ein minderwertiges Gerät anfühlt.
Declan Mulholland
Denkste du weißt so ziemlich alles über die Original-Trilogie, stellt sich raus: du lernst immer noch dazu.
Im ersten Star Wars-Film gab es eine Szene, in der Han zum ersten Mal auf Jabba the Hutt trifft, die es aber nicht in den Film geschafft hat: Jabba wurde gespielt von Declan Mulholland, da George Lucas sich den Charakter aber immer als richtiges Alien vorgestellt hat wurde der Take gestrichen. Das erste Mal taucht Jabba the Hutt so wie wir ihn kennen in Return of the Jedi auf, erst in den 90ern wurde die ursprüngliche Szene genommen und Declan durch einen CGI-Jabba ersetzt. Gleiches gilt für Boba Fett: in der gelöschten Szene kommt der Kopfgeldjäger gar nicht vor und wurde erst in den 90ern digital hinzugefügt.
Crazy.



