Sunset

Kleine Auszeit mit dem Girl an der Ostsee und einfach den perfektesten Sonnenuntergang miterlebt.

Das Internet ohne Javascript

Dass Werbenetzwerke noch viel aggressiver und verschwenderisch mit meinen(!) Resourcen zu Werke gehen als ich gedacht habe sollte eigentlich nicht überraschend sein, war es aber irgendwie trotzdem. Adblocker sind das eine, seit letzter Woche probiere ich zuhause aber auch, wie sich dieses Interwebs ohne Javascript anfühlt.

In Chrome läuft jetzt NoScript, dass standardmäßig erst mal alle externen Resourcen wie Fonts, Embeds und eben auch Javascript wegblockt. Per Knopfdruck kann ich für einzelne Domains bzw. Websites ebenjene Resourcen wieder aktivieren, wo es nötig sein sollte. Das... funktioniert.

Komfortabel ist es nicht, aber auch ein wenig augenöffnend. Ich hätte jedenfalls nicht gedacht, dass Tagesspiegel, Tagesschau und Heise einfach so laufen würden, immerhin sind das ja klassische Nachrichtenseiten, die ganz klar auf Werbung setzen.
Bei anderen Seiten kann ich halt abwägen, ob mich die Information so sehr interessiert, dass ich die zwei Extra-Klicks zum aktivieren von Javascript und den Reload in Kauf nehme. Gamestar wäre so ein Beispiel, hab da eigentlich nur noch aus Gewohnheit vorbei geschaut, inhaltlich ist es leider eh alles komplett belanglos geworden. Ist es mir halt nicht wert.
Und bei anderen Seiten ist es einfach komplett absurd, dass selbst für die Anzeige von Text, also dem eigentlichen Inhalt schon Javascript vorausgesetzt wird. wtf.

Denn, und das ist der Vorteil, ohboy ist das alles auf einmal schnell. Nochmal Beispiel Tagesspiegel, die Seite ist locker(!I in unter einer halben Sekunde fertig geladen. Mit aktiviertem Javascript, aber auch mit Adblocker braucht es dagegen spürbar länger. Alles fühlt sich instant an, auch bei den allermeisten anderen Websites.

Naja. Mal sehen wie lange ich das durchhalte. Aber es ist schon ein wenig ernüchternd zu sehen, dass eine eigentlich tolle Technologie wie Javascript vor allem für Werbung eingesetzt wird, auf die User scheisst und Websites viel zu häufig spürbar verlangsamt.

Adblocker sind eine Notwendigkeit

Werbung im Internet ist eine Seuche, es lässt sich nicht schöner formulieren. Es geht dabei noch nicht mal um die Darstellung der Werbung an sich, obwohl die ja auch schon penetrant genug ist. Aber technisch läuft da im Hintergrund eine komplett andere Nummer ab: von den Werbenetzwerken wird ein bisschen Javascript heruntergeladen, das dann über eine Art Auktion bzw. Bieterstreit entscheidet, welche Werbung überhaupt angezeigt werden soll. Klingt einfach, erzeugt aber tausende Requests, die wirklich absurd(!) hohen Traffic verursachen, Energie verbraten und die nichts, aber auch gar nichts mit dem eigentlichen Inhalt der Website zu tun haben. Alles natürlich zu deinen Lasten. Shubham Bose hat das in seinem Artikel The 49MB Web Page etwas ausführlicher aufgedröselt.

In seinem Beispiel New York Times ist die Seite immerhin irgendwann auch komplett geladen. Dieser Artikel vom PC Gamer (Anklicken auf eigene Gefahr!) dagegen hat einen anfänglichen Payload von "nur" 37 Megabyte, lässt man die Seite aber einfach im Hintergrund weiterlaufen werden immer und immer wieder Requests zu den Werbenetzwerken erzeugt, oben genannte Auktionen starten und Werbung wird nachgeladen. Nach fünf Minuten und knapp 300 Megabyte(!) an sinnloser Bandbreite habe ich die Seite wieder geschlossen. Welch Ironie, dass es in dem Artikel um die Vorteile von RSS Readern geht.

Also falls ihr euch fragt warum euer Smartphone so muggelig warm wird oder der Lüfter vom Notebook aufdreht, obwohl ihr doch nur diese eine Website anschaut: darum. Adblocker sind eine absolute Notwendigkeit.

Mallorca, Tag 6

Aufstehen, Kaffee, Spaziergang am Strand und... Pero Hallo gesagt! Mir ist ja sogar selbst klar, dass ich da ein wenig obsessiv unterwegs bin, aber es sind halt Doggos. Als ich noch vor zwei Monaten morgens durch Berlins eiskalten Winter geschliddert bin und gleichzeitig die Hunde auf der verschneiten Wiese gesehen habe, die die time of their lives und den besten Tag seit gestern hatten kam mir wie so oft der Gedanke, dass wir alle ein bisschen mehr wie Hunde sein sollten.

Letzter Tag, drei Stunden stehen auf dem Plan, auf gehts zum Leuchtturm. Rollt sich gut, ach schau, Mallorca Cycling Photos haben noch einen Spot auf dem Weg dahin, der auch etwas überraschend kam. Noch ist es ruhig, liegt wahrscheinlich auch am noch kühlen und windigen Wetter. Am Leuchtturm selbst ist es fast schon stürmisch und definitiv kalt, also gleich wieder zurück. Auf dem Rückweg das wirklich einzige entgegenkommende Auto in diesem ganzen Urlaub gehabt, dass mich wirklich geschnitten hat - Mietwagen, vermutlich Deutsche. Letzter Anstieg in diesem Urlaub, letzte Abfahrt, den Rückenwind nach Alcudia noch ausgenutzt und... das wars. Gleiche Distanz wie im letzten Jahr, 2.000 Höhenmeter mehr auf der Uhr. Christoph happy.

Jesse Q. Sutanto

Vera Wong's Guide to Snooping (on a Dead Man)

3.5

Es geht genau so weiter wie im ersten Teil, und das meine ich überhaupt nicht despektierlich, im Gegenteil: es bleibt cozy, Vera kann ich mir ganz wunderbar im Kopf vorstellen, die anderen Protagonisten sind neben ihr wieder ein bisschen blass, die Geschichte wird zum Ende hin etwas düsterer, aber alles in allem ein wirklich unterhaltsamer zweiter Teil. Würde ich wundern, wenn Sutanto da nicht noch einen dritten Teil raushaut. Dreieinhalb von fünf Influencern.

Mallorca, Tag 5

Kaffee, Spaziergang am Strand und... ist das Peru da hinten!? Er läuft mit ihm auf der Promenade, nicht mehr wie früher direkt am Meer. Hm. Werde morgen wohl auch an der Promenade lang gehen. Frühstück.

Auf dem Plan stehen fünf Stunden mit zwei Anstiegen, da die Nase ungewöhnlich viel Schnodder produziert und ich aber mal sowas von keine Lust auf irgendeine verschleppte Erkältung oder sowas habe wird spontan umdisponiert. Coll de Soller hoch, umdrehen, wieder runter. Col d'Honor, ohmeingott Teil 1, komplett neuer Asphalt bis nach Alaro, das Ding war zuletzt ja nur noch eine Schlaglochpiste und kaum befahrbar, jetzt ein absoluter Traum. Kaffeestop im Cycling Planet, ohmeingott Teil 2, sitzt da Orla Walsh auf der anderen Straßenseite, und warum trau ich mich jetzt nicht sie anzusprechen wie so ein blöder Fanboy? Weiter gehts. Kurze Zwangspause.

Nehme ich gerne in Kauf. Bei der Abfahrt von Santa Lucia noch unfreiwllig drei Schafe erschreckt, und die ballern dann einfach mal die Felswand hoch? Von wegen Schnuffeldinger, wie hardcore drauf sind die denn bitte!? Fünfzehn Kilometer mit starkem Gegenwind und damit das erste Mal in diesem Mallorca-Trip, dass ich wirklich keinen Spaß am Radfahren habe. Essen. Sauna. Noch mehr Essen. Chillen.

Mallorca, Tag 4

Huch, ich hänge hinterher. Egal. Ausschlafen, Frühstück, Gym, chillen, ein kurzer Recovery Ride um die schweren Beine ein wenig zu aktivieren. Strand, Essen, lesen, Sauna, nicht unbedingt in dieser Reihenfolge. Was soll ich sagen, es war halt ein eher langsamer Tag.