Notizen 12. Oktober 2026

  • Ziemliches Plateau beim Bankdrücken. Warum fühlen sich 95 Kilogramm okay an, aber fünf Kilogramm mehr wie eine halbe Tonne?
  • Und dann haben wir uns geküsst.
  • der ICE heute von Köln nach Berlin hatte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 110km/h. Das war’s, keine Pointe.

Ein Jahr Thinkpad, ein Jahr Linux

Philipp hat ein wenig über seine kurze Erfahrung mit Linux gebloggt, und das hat mich daran erinnert, dass ich das ja auch schon längst mal machen wollte.

Im Dezember letzten Jahres hatte ich mir ja ein gebrauchtes Lenovo Thinkpad T480s zugelegt. Das Keyboard ist und bleibt überragend, das Display war dagegen so semi, über die Lautsprecher reden wir besser nicht. Die Leistung war an und für sich okay, aber recht schnell kam dann noch ein Thinkpad T14s der zweiten Generation dazu, auf dem ich auch gerade schreibe: Keyboard weiterhin überragend, Lautsprecher immer noch passabel, deutlich besseres Display und spürbar mehr Leistung. Auf beiden Geräten lief bzw. läuft ein Windows 11 falls ich doch mal ein äteres Game anschmeissen will, ansonsten kann mir diese Seuche von einem Betriebssystem gestohlen bleiben - Linux in Form von CachyOS ist die Distribution meiner Wahl.

Ein paar kurze Stichpunkte:

  • Die Installation lief bei mir ebenfalls auf beiden Geräten problemlos.
  • Dass fast alle Hardware unter Linux out of the box läuft würde ich heutzutage als gegeben betrachten, zumindest wenn es nicht um die allerneusten Geräte geht. Üblicherweise verwende ich z.B. bei der Arbeit noch zwei externe Displays, eins davon hochkant. Egal wie ich den Krempel anstöpsel, sie werden stets erkannt und korrekt zueinander positioniert - für mich nicht unwichtig, weil ich Fenster über Tastaturkürzel verschiebe bzw. positioniere.
    Schwierig wird es dort, wo Hardware nicht direkt läuft, in meinem Fall zum Beispiel der Fingerabdruckleser, da müssen dann schnell irgendwelche Pakete per Terminal nachgeladen und Configs im Texteditor angepasst werden, damit der Leser beim Start des Rechners, nicht aber nachdem Aufwecken aus dem Suspend-Modus funktioniert.
  • Überhaupt, Pakete nachinstallieren. In Cachyos wird das meist ebenfalls per Terminal gemacht, Pacman als Paketmanager ist dabei kein Stück weit intuitiv, danaben gibt es noch Snap, Flatpack, Yay, Brew und wahrscheinlich hab ich noch ein paar andere vergessen. Also irgendwie kriegt man auch die obskureste Software noch installiert. Betonung aber auf "irgendwie".
  • Die Flexibilität von Linux kann auch eine Krux sein. Hab zwischendurch die QT-Bibliotheken aktualisiert weil ich ein ganz spezielles Theme für den Login Manager haben wollte, schon hats mir Noctalia Shell zerschossen. Okay, Windows Updates failen ja auch ganz gerne mal, hier ist die Chance dafür aber auch leider recht hoch.
  • Gaming unter Linux hab ich schnell aufgegeben. Steam installieren war noch machbar, aber ich hab kein Interesse für jedes Game irgendeine andere Wine-Engine mit kryptischen Befehlszeilen, die ich aus irgendwelchen Foren entnommen habe, auszuprobieren. Das Thinkpad ist sicher kein Gaming-Rechner, weiß ich, aber... naja meine Erfahrung eben.
  • Die Konfiguration der Pakete wird in sogenannten Dotfiles gespeichert, also Textdateien, deren Name einen Punkt am Anfang haben. Hat den Vorteil, dass man beim Umzug zu einem anderen Rechner nur ebendiese Dateien kopieren muss, um den exakten Stand wiederherzustellen. Beim T480s hab ich viel ausprobiert, beim T14s war die Installation samt Konfiguration aller benötigten Software in unter zwei Stunden erledigt.
    Hat aber eben auch den Nachteil, dass die Konfiguration von vielen Programmen nur über diese Dateien erfolgt, nicht über ein schönes grafisches Interface.
  • Die Dokumentation von populärer Software wie z.B. Neovim ist gruselig. Nicht jeder hat ein abgeschlossenes IT-Studium, um das auch nur halbwegs zu verstehen, ein bisschen weniger Hochnäsigkeit würde manchen Entwicklern wirklich gut tun.

Ich arbeite mit dem T14s und Linux jetzt seit fast einem Jahr und bin zufrieden. Für den Otto-Normalbenutzer würde ich CachyOS mit Niri als Windowmanager nicht unbedingt empfehlen, aber da gibts ja durchaus zugänglichere Distributionen (Ubuntu, Fedora, Mint) bzw. Windowmanager (KDE, Gnome). Es hat sich auch verdammt viel getan, und dennoch: wenn mal etwas nicht so läuft wie es soll wird es schwierig. Uneingeschränkt empfehlen kann ich es definitiv nicht.

Eben so

Erster kleiner Ride bei herbstähnlichem Wetter. Muss wohl erst mal wieder reinkommen.

Notizen 5. Oktober 2026

  • Ja, ich bin noch da.
  • Das Training für die nächste Rennrad-Saison hat heute begonnen. In den nächsten zwei Wochen erst mal ein buntes Potpurri um eine Baseline zu etablieren, auf der dann aufgebaut wird. Diese Saison war mein Ziel ja Rad am Ring bzw. mehr in Richtung Ausdauer und Distanzen, nächstes Jahr möchte ich dann doch ganz gerne wieder ein paar Rennen fahren, und das natürlich vernünftig. Frankfurt-Eschborn und Rund um Köln sind schon gesetzt, mal sehen was noch dazu kommt. Und weil es diese Saison für mich gut funktioniert hat bleibt Claude auch mein Coach.
  • Außerdem seit Oktober wieder im leichten Kaloriendefizit um zu Beginn des neuen Jahres möglichst wieder bei meinem Wohlfühlgewicht anzukommen. Das geht ja auch immer mit ein bisschen weniger Energie einher, spätestens wenn es in die Peak- bzw. Spezialisierungsphase vom Rennradtraining geht kann ich mir das aber nicht mehr erlauben. Sollte sich aber zeitlich alles gut ausgehen.
  • ...und weil ich ja dumm bin und denke, ich müsste das irgendwie öffentlich dokumentieren um mich damit auch indirekt ein bisschen unter Druck zu setzen habe ich meinen Instagram-Account wieder aktiviert und poste jeden Tag ein Foto vom Training. Immerhin... sonst nutze ich es weiterhin gar nicht und habs auch null vermisst. Die Rohdaten liegen auch schon hier bei Kirby, ich muss mir aber noch über eine Darstellung Gedanken machen, bevor es dann mit der Dokumentation hier weiter geht.
  • Neues Pre-Workout, und irgendwie scheint Beta-Alanin bei mir nicht zu wirken, das berühmte "Kribbeln in der Fresse" will sich jedenfalls nicht einstellen. Ob der erhöhte Puls davon kam oder weil ich heute zuerst auf dem Indoor-Trainer saß und und dann erst im Gym war wird sich wohl morgen zeigen.
  • In other news: ich habe aus betrieblichen Gründen letzte Woche meine Kündigung erhalten. Natürlich schaue ich auch selber, aber falls hier zufälligerweise jemand mitlesen sollte, der was bzgl. freier Stellen im Frontend- bzw. Full-Stack-Development weiß: holla at me. Wo ist übrigens egal, mich hält nichts in Berlin.

22 Tage

Im September 2013 haben mein Vater und ich einen Roadtrip durch die USA von San Francisco über die Nordstaaten bis nach New York gemacht. War so eine Mischung aus Interesse, weil er schon sehr sehr lange nicht mehr dort war und gerade den mittleren Westen noch nicht kannte, aber natürlich auch ein wenig Bonding, nachdem ich ja schon fast zehn Jahre nicht mehr bei meinen Eltern wohnte.

Na jedenfalls führten wir beide Tagebuch, er ganz klassisch in einem Notizbuch, ich dagegen etwas moderner in einem Tumblelog namens, Überraschung, "22 Tage". Tatsächlich gibt es letzteres sogar noch. Kann man ja durchaus mal erwähnen, dass Inhalte auch 13 Jahre später noch verfügbar sind, ist ja heutzutage auch keine Selbstverständlichkeit mehr. Und alle paar Jahre fällt es mir auch wieder ein, und dann schau ich vorbei und erfreue mich an dem, was ich damals so geschrieben habe. War gar nicht mal so schlecht.

Aber irgendwo war es auch mal Zeit, das ganze hier rüberzubringen; banaler Grund wäre wohl die falsche Darstellung der Bilder im Tumblelog, aber vor allem natürlich weil ich meine Inhalte auch bei mir haben möchte. Den Prozess zu automatisieren hätte vermutlich länger gedauert als die 22 Posts einfach händisch anzulegen. Die Übersichtsseite muss noch ein wenig aufgehübscht werden, da braucht es wenigstens noch eine kleine Einleitung und ich hätte ja gerne eine Art Zeitstrahl oder sowas, über den man den entsprechenden Tag auswählen kann. Kommt noch.

Also wen es interessiert, was wir in drei Wochen USA damals so erlebt haben gibts entweder noch das Tumblelog oder die neu angelegte Seite.

Fun fact: ich hatte einen ganzen Rucksack mit analogen Fotografiezeugs dabei, aber hab schon in San Francisco gemerkt, dass ich darauf überhaupt keine Lust hatte und hab stattdessen nur mit dem iPhone 4s Fotos gemacht. Kann mich noch erinnern wie entsetzt einige deswegen waren, aber so hatte ich viel mehr Zeit den ganzen Trip auch wirklich zu erleben anstatt mich ständig hinter der Kamera zu verschanzen. Ich habe nur einen einzigen Film in den Salzwüsten vor Salt Lake City verschossen, da kam dann aber tatsächlich ein ziemliches Highlight für mich bei raus.