Adblocker sind eine Notwendigkeit

Werbung im Internet ist eine Seuche, es lässt sich nicht schöner formulieren. Es geht dabei noch nicht mal um die Darstellung der Werbung an sich, obwohl die ja auch schon penetrant genug ist. Aber technisch läuft da im Hintergrund eine komplett andere Nummer ab: von den Werbenetzwerken wird ein bisschen Javascript heruntergeladen, das dann über eine Art Auktion bzw. Bieterstreit entscheidet, welche Werbung überhaupt angezeigt werden soll. Klingt einfach, erzeugt aber tausende Requests, die wirklich absurd(!) hohen Traffic verursachen, Energie verbraten und die nichts, aber auch gar nichts mit dem eigentlichen Inhalt der Website zu tun haben. Alles natürlich zu deinen Lasten. Shubham Bose hat das in seinem Artikel The 49MB Web Page etwas ausführlicher aufgedröselt.

In seinem Beispiel New York Times ist die Seite immerhin irgendwann auch komplett geladen. Dieser Artikel vom PC Gamer (Anklicken auf eigene Gefahr!) dagegen hat einen anfänglichen Payload von "nur" 37 Megabyte, lässt man die Seite aber einfach im Hintergrund weiterlaufen werden immer und immer wieder Requests zu den Werbenetzwerken erzeugt, oben genannte Auktionen starten und Werbung wird nachgeladen. Nach fünf Minuten und knapp 300 Megabyte(!) an sinnloser Bandbreite habe ich die Seite wieder geschlossen. Welch Ironie, dass es in dem Artikel um die Vorteile von RSS Readern geht.

Also falls ihr euch fragt warum euer Smartphone so muggelig warm wird oder der Lüfter vom Notebook aufdreht, obwohl ihr doch nur diese eine Website anschaut: darum. Adblocker sind eine absolute Notwendigkeit.

Mallorca, Tag 6

Aufstehen, Kaffee, Spaziergang am Strand und... Pero Hallo gesagt! Mir ist ja sogar selbst klar, dass ich da ein wenig obsessiv unterwegs bin, aber es sind halt Doggos. Als ich noch vor zwei Monaten morgens durch Berlins eiskalten Winter geschliddert bin und gleichzeitig die Hunde auf der verschneiten Wiese gesehen habe, die die time of their lives und den besten Tag seit gestern hatten kam mir wie so oft der Gedanke, dass wir alle ein bisschen mehr wie Hunde sein sollten.

Letzter Tag, drei Stunden stehen auf dem Plan, auf gehts zum Leuchtturm. Rollt sich gut, ach schau, Mallorca Cycling Photos haben noch einen Spot auf dem Weg dahin, der auch etwas überraschend kam. Noch ist es ruhig, liegt wahrscheinlich auch am noch kühlen und windigen Wetter. Am Leuchtturm selbst ist es fast schon stürmisch und definitiv kalt, also gleich wieder zurück. Auf dem Rückweg das wirklich einzige entgegenkommende Auto in diesem ganzen Urlaub gehabt, dass mich wirklich geschnitten hat - Mietwagen, vermutlich Deutsche. Letzter Anstieg in diesem Urlaub, letzte Abfahrt, den Rückenwind nach Alcudia noch ausgenutzt und... das wars. Gleiche Distanz wie im letzten Jahr, 2.000 Höhenmeter mehr auf der Uhr. Christoph happy.

Jesse Q. Sutanto

Vera Wong's Guide to Snooping (on a Dead Man)

3.5

Es geht genau so weiter wie im ersten Teil, und das meine ich überhaupt nicht despektierlich, im Gegenteil: es bleibt cozy, Vera kann ich mir ganz wunderbar im Kopf vorstellen, die anderen Protagonisten sind neben ihr wieder ein bisschen blass, die Geschichte wird zum Ende hin etwas düsterer, aber alles in allem ein wirklich unterhaltsamer zweiter Teil. Würde ich wundern, wenn Sutanto da nicht noch einen dritten Teil raushaut. Dreieinhalb von fünf Influencern.

Mallorca, Tag 5

Kaffee, Spaziergang am Strand und... ist das Peru da hinten!? Er läuft mit ihm auf der Promenade, nicht mehr wie früher direkt am Meer. Hm. Werde morgen wohl auch an der Promenade lang gehen. Frühstück.

Auf dem Plan stehen fünf Stunden mit zwei Anstiegen, da die Nase ungewöhnlich viel Schnodder produziert und ich aber mal sowas von keine Lust auf irgendeine verschleppte Erkältung oder sowas habe wird spontan umdisponiert. Coll de Soller hoch, umdrehen, wieder runter. Col d'Honor, ohmeingott Teil 1, komplett neuer Asphalt bis nach Alaro, das Ding war zuletzt ja nur noch eine Schlaglochpiste und kaum befahrbar, jetzt ein absoluter Traum. Kaffeestop im Cycling Planet, ohmeingott Teil 2, sitzt da Orla Walsh auf der anderen Straßenseite, und warum trau ich mich jetzt nicht sie anzusprechen wie so ein blöder Fanboy? Weiter gehts. Kurze Zwangspause.

Nehme ich gerne in Kauf. Bei der Abfahrt von Santa Lucia noch unfreiwllig drei Schafe erschreckt, und die ballern dann einfach mal die Felswand hoch? Von wegen Schnuffeldinger, wie hardcore drauf sind die denn bitte!? Fünfzehn Kilometer mit starkem Gegenwind und damit das erste Mal in diesem Mallorca-Trip, dass ich wirklich keinen Spaß am Radfahren habe. Essen. Sauna. Noch mehr Essen. Chillen.

Mallorca, Tag 4

Huch, ich hänge hinterher. Egal. Ausschlafen, Frühstück, Gym, chillen, ein kurzer Recovery Ride um die schweren Beine ein wenig zu aktivieren. Strand, Essen, lesen, Sauna, nicht unbedingt in dieser Reihenfolge. Was soll ich sagen, es war halt ein eher langsamer Tag.

Mallorca, Tag 3

The big one. Früh aufgestanden, Cornflakes, vorbereiten, kurzes Frühstück im Hotel, auf gehts. Schönes Wetter, erster Anstieg lässt nicht lange auf sich warten. In(!) der Tanke wird hinter der Theke mit einem Presslufthammer der Boden aufgeschlagen, und dann fällt mir wieder ein, dass ich in ein paar Tagen ja wieder in Berlin bin. Puig Major, obligatorisches Foto, Abfahrt nach Sollér ist und bleibt geil. Großes Sandwich in Deia und so langsam klopft Monkey in meiner Birne an und will mich überzeugen, bei Banyalbufar einfach abzubiegen, was sind schon 50 Kilometer und 1000 Höhenmeter weniger? Ich muss ihn an der T-Kreuzung ja zum Glück nur für eine Sekunde ignorieren, es geht weiter.

Andratx, es geht zurück. Die Anstiege nach Galilea und Coll d'es Grau kann man mal machen, werden aber sicher nicht meine Favorites. In meinem Kopf schwirrt die ganze Zeit schon der Gedanke herum, noch den Orient mitzunehmen und damit die 4.000 Höhenmeter vollzumachen, aber so ehrlich musste ich bei Kilometer 150 dann auch zu mir sein: die Beine sind langsam schwer, lieber nicht. Cycling Planet bei Alaro komplett leer, ich kriege sofort meinen geliebten Pistacchio Cheesecake. Die letzten Kilometer, es roll sich gut. Ankunft am Hotel, 225 Kilometer, 3800 Höhenmeter. Reicht dann auch. Abendessen. Pool. Bett.

Als ich durch den Tunnel am Puig Major fuhr fiel mir wieder ein, wie stolz ich auf mich war, als ich das erste Mal hier oben war. Und wieviel seit dem passiert ist. Natürlich ist es nach wie vor kein leichter Anstieg, aber eben leichter als noch vor viereinhalb Jahren. Aber ich sehe das nicht als selbstverständlich an, eher mit einem Hauch von Demut. Und jeder, wirklich jeder der sich diesen (oder irgendeinen) Anstieg hochquält, egal wie langsam oder schnell, egal mit wievielen Pausen, hat meinen allergrößten Respekt.

Mallorca, Tag 2

Aufstehen, Kaffee, Spaziergang am Strand, die einheimischen Hundebesitzer fragen ob sie Peru kennen, haben noch nie von ihm gehört, ein bisschen traurig bin ich ja schon. Frühstück.

Dreieinhalb Stunden mit moderaten Höhenmetern stehen auf dem Plan, muss mich ja nicht schon vor dem "Highlight" morgen kaputt machen. Wolkenloser Himmel, die Sonne scheint, es ist angenehm warm, jawollja, so muss sich Mallorca anfühlen. Es rollt sich gut, kurzer Stop in Petra, weiter nach Sineu, ein paar Runden im öffentlichen Velodrom gedreht, interessant, vielleicht sollte ich in Berlin doch mal einem Verein beitreten um eine Lizenz fürs Bahnfahren im Winter zu bekommen. Also... unter anderem. Stopp bei Sa Mola 13, die Zwift Community ist schon da, ich entscheide mich gegen gefühlt eine Stunde anstehen und für ein Snickers und Cola an einer Tanke. Entspannt zurück cruisen. Morgen dann der Banger.

Mallorca, Tag 1

Aufstehen, Kaffee, Spaziergang im Strand in der Hoffnung, Peru, den Hund vom letzten Jahr wiederzusehen. Leider kein Erfolg, werde es morgen natürlich wieder probieren. Frühstück, mir wird warm, zu warm, kurzer Panikmoment ob des letzten Mallorca-Radurlaub, der dank heftiger Erkältung komplett ins Wasser gefallen ist.

Auf dem Plan standen fünf Stunden mit zwei ordentlichen Anstiegen. Nach einer Stunde mir selber in den Arsch getreten, dass ich die Armlinge im Hotelzimmer gelassen habe - 15°C my ass, das hier fühlt sich eher wie sieben bis acht Grad an.

Erster Anstieg, es läuft gut! Die unter Rennradfahrern wahrscheinlich bekannteste Tanke. Den inneren Schweinehund überwunden, der Kälte getrotzt, nicht sofort Richtung Pollença abgebogen und Sa Calobra wie geplant genommen, wenn auch irgendwie fünf Minuten langsamer als noch vor eineinhalb Jahren? Egal. Es macht einfach Bock. Zweites Mal Tanke. Scheisse, ich friere. Gut, ich friere nicht mehr. Huch, deutlich unter den geplanten fünf Stunden geblieben. Christoph happy.