Mornings like this

Frankfurter Allee in Berlin bei Sonnenaufgang

Mein Fitnessstudio wird gerade umgebaut, also fahre ich im Moment zu einer anderen Filiale am Alexanderplatz, und weil ich da meistens so gegen 7 Uhr schon wieder raus bin werde ich, neben dem zufriedenen Gefühl nach einem gelungenen Workout, derzeit auch noch mit diesem schönen Sonnenaufgang auf dem Weg nach Hause belohnt!

Buchcover von Die Abendröte im Westen von Cormac McCarthy

Cormac McCarthy

Die Abendröte im Westen

Fiction

★★☆☆☆

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Ich weiß gar nicht mehr genau wie ich auf das Buch gekommen bin, das Cover hat jetzt auch mehr den Charakter von den Grabbelromanen, die man im Supermarkt neben den Zeitschriften findet, aber Cormac McCarthy ist als Gewinner des Pulitzer Preises halt auch kein Unbekannter. Und - vorbehaltlich der Übersetzung natürlich - eloquent schreiben kann er auf jeden Fall, und auch das Setting selbst ist das komplette Gegenteil von dem meist ziemlich romantisierten Wilden Westen und stattdessen rau und voller Gewalt.

Hätte funktionieren können, wenn die ganze Geschichte halt nicht so furchtbar distanz- und emotionslos wäre. Zu keinem der Charaktere baut man irgendeine Bindung auf, der Junge aus dem Klappentext ist für den überwiegenden Verlauf ziemlich egal, und nicht mal der Richter, dem McCarthy mehr Zeit und Hintergrund gibt, wirkt nahbar genug, als das man sich für ihn interessieren könnte. Und so hab ich dann auch das ganze Buch gelesen: mit Interesse für die Beschreibung, aber zunehmendem Desinteresse für die Handlung, die sowieso nirgendwohin steuert sondern stets auf dem gleichen Spannungslevel bleibt. Vielleicht wär das Buch neben den Zeitschriften im Supermarkt doch ganz gut aufgehoben. Zwei von fünf Revolvern.

Lynn Fisher hat eine Liste der Dinge erstellt, die sie von einer Anstellung erwartet, die sich mit meinen Erwartungen ziemlich decken... und die ich in meiner aktuellen Position bereits habe. So gerne ich bei Freunden oder dem Girl auch über den Job nörgel, es hilft auf jeden Fall mir immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, dass es mir beruflich gerade ziemlich gut geht.